Salto criminale...
Samstag. Seit einer Stunde ist es hell am Himmel über Fortaleza. Wir quälen uns aus unseren Schlaflagern bei Breno. Heute kein Mingau und kein Milchkaffee aus dem Mixer. Wir sind früh verabredet – um 8.00 Uhr wartet unsere Carrona zum Strand nach Prainha. Das mit der Mitfahrgelegenheit erledigt sich dann doch und wir fahren den einstündigen Weg mit dem Bus nachdem wir noch einen Bolo mole und ein Água de Coco zu uns genommen haben. Betohnt man Coco übrigens falsch (Cocô), spricht man ungewollt von festen Stoffwechselendprodukten.Was soll man von einem eher durchschnittlichen Strandtag in Brasilien berichten. Riesige Obstsalate, Cocosnüsse, frisch gefangener gegrillter Fisch, Sand, badewannenwarmes Meer, strahlend blauer Himmel, Sonne…und ach ja, wir trotzen der Schwerkraft und üben Salti am Strand. Berlin MD springt jetzt Rückwärtssalti, Rambo schon lange – mit ´ner Radwende davor. Fit in den Sommer - ist auch genug Platz am Strand für solche Turnübungen.
Als wir uns auf den Rückweg begeben, ahnen wir noch nicht, dass wir kurz davor sind, eine neue Stufe der Integrationsfähigkeit zu erreichen. Es ist voll im Topic. Man legt für gewöhnlich sein Gepäck vorn neben den Fahrer, weil eigentlich nicht einmal die eigenen Klamotten zwischen Dich und die anderen Fahrgäste passen. Der Cobrador gibt die Sachen beim Aussteigen wieder aus – leider diesmal dem Falschen, was wir erst ein paar Sekunden später bemerken. Der neue Besitzer verschwindet glücklich in der Dunkelheit Fortaleza. Eine alte Dame kennt den jungen Mann und nach vielen Kilometern Fahrt um die Leute rauszuschmeißen, finden wir uns samt Topic und alter Dame vor seinem Haus in einer ziemlich düsteren Gegend wieder. Familie da, Schurke und Rucksack nicht. Wir warten, die Familie sucht. Nach einigem Warten tauschen wir Telefonnummern aus und ab geht’s zu Breno. Der ist mit der Einigung, morgen bei Nichtauftauchen des Rucksackes die Polizei zu rufen nicht so glücklich und wir sind kurz darauf auf dem Revier, wo Breno einen Freund hat, der daraufhin dort auch gleich unser aller Verwandtschaft verkündet. Mittlerweile ruft die Familie des Übeltäters bei Breno an – der Rucksack sei jetzt da. Zurück also in den Topic und die dunkle Gegend – diesmal haben wir einen straßenharten Polizisten mit breiten Schultern, einer Buddha-Aura und großer Knarre als Begleitschutz dabei. Ist doch gut, Verwandte bei der brasilianischen Polizei zu haben.
Angekommen, im Licht der Scheinwerfer den Rucksack kontrolliert – umringt von mindestens 50 Leuten aus der Nachbarschaft. Vieles ist da, Handy und Geld fehlen. Breno bricht währenddessen eine Lanze nach der anderen für uns Gringos. Der Buddha-Bulle wirkt unheimlich beruhigend. Diskutieren bringt das Handy nicht zurück, aber uns noch mal auf die Wache. Eine Anzeige und die freundliche
Zusage des Polizeichefs, eine härtere Gangart einzulegen, falls das Handy bis morgen nicht erscheint, folgen.
5 Stunden sind seit dem Rucksackverlust vergangen. Mit Abstand die längste Fahrt vom Strand nach hause. Der Adrenalinspiegel seit Stunden auf Maximum. Jetzt noch Tanz und Caipirinha bei Breno im Viertel. Der Caipi ist purer Cachaça, der Tanz (Quadrilhas) ist pure Lebensfreude und Anmut.
Wir halten Euch in auf dem Laufenden…
Berlin und Rambo MDs.

Als wir uns auf den Rückweg begeben, ahnen wir noch nicht, dass wir kurz davor sind, eine neue Stufe der Integrationsfähigkeit zu erreichen. Es ist voll im Topic. Man legt für gewöhnlich sein Gepäck vorn neben den Fahrer, weil eigentlich nicht einmal die eigenen Klamotten zwischen Dich und die anderen Fahrgäste passen. Der Cobrador gibt die Sachen beim Aussteigen wieder aus – leider diesmal dem Falschen, was wir erst ein paar Sekunden später bemerken. Der neue Besitzer verschwindet glücklich in der Dunkelheit Fortaleza. Eine alte Dame kennt den jungen Mann und nach vielen Kilometern Fahrt um die Leute rauszuschmeißen, finden wir uns samt Topic und alter Dame vor seinem Haus in einer ziemlich düsteren Gegend wieder. Familie da, Schurke und Rucksack nicht. Wir warten, die Familie sucht. Nach einigem Warten tauschen wir Telefonnummern aus und ab geht’s zu Breno. Der ist mit der Einigung, morgen bei Nichtauftauchen des Rucksackes die Polizei zu rufen nicht so glücklich und wir sind kurz darauf auf dem Revier, wo Breno einen Freund hat, der daraufhin dort auch gleich unser aller Verwandtschaft verkündet. Mittlerweile ruft die Familie des Übeltäters bei Breno an – der Rucksack sei jetzt da. Zurück also in den Topic und die dunkle Gegend – diesmal haben wir einen straßenharten Polizisten mit breiten Schultern, einer Buddha-Aura und großer Knarre als Begleitschutz dabei. Ist doch gut, Verwandte bei der brasilianischen Polizei zu haben.
Angekommen, im Licht der Scheinwerfer den Rucksack kontrolliert – umringt von mindestens 50 Leuten aus der Nachbarschaft. Vieles ist da, Handy und Geld fehlen. Breno bricht währenddessen eine Lanze nach der anderen für uns Gringos. Der Buddha-Bulle wirkt unheimlich beruhigend. Diskutieren bringt das Handy nicht zurück, aber uns noch mal auf die Wache. Eine Anzeige und die freundliche
Zusage des Polizeichefs, eine härtere Gangart einzulegen, falls das Handy bis morgen nicht erscheint, folgen.5 Stunden sind seit dem Rucksackverlust vergangen. Mit Abstand die längste Fahrt vom Strand nach hause. Der Adrenalinspiegel seit Stunden auf Maximum. Jetzt noch Tanz und Caipirinha bei Breno im Viertel. Der Caipi ist purer Cachaça, der Tanz (Quadrilhas) ist pure Lebensfreude und Anmut.
Wir halten Euch in auf dem Laufenden…
Berlin und Rambo MDs.
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